Sehenswertes in Rétimajor
Sehenswertes in Rétimajor:
Das Zentrum des Fischteichsystems ist Rétimajor. Der historische Teil des Meierhofs, den die Grafen Zichy am Ende des vorigen Jahrhunderts haben errichten lassen, ist in originalem Zustand wiederhergestellt worden. Der ehemalige Pferdestall ist heute das einzige Fischereimuseum Ungarns. Sein besonderer Wert liegt darin, dass hier die Werkzeuge, die Gegenstände und auch die Fotos der ungarischen Volksfischerei die auf lange historische Traditionen zurückblicken kann - zusammengesammelt und für Austellungen tauglich gemacht worden sind.
Die Fischerei gilt als Urberuf für die Ungarn. Dieser Beruf und die damit verbundene Lebensform existiert westlich von Ungarn schon lange Zeit nicht mehr. Auch in Ungarn kann ma
n diese Lebensweise nur spurenweise kennen lernen. Die herkömmliche Fischerei verschwindet nach und nach, ihre Memorabilien, ihr Wortschatz gehen verloren, und auch von den Pflegern dieser Lebensform sind immer weniger unter uns.
In diesem Museum, das im Jahr des Milleniums eröffnet wurde, ist alles lebendig erhalten geblieben. Die Präsentation der Fischerei, die der Werkzeuge und des Fischermannes erfolgt hier ja anders, als in den herkömmlichen Museen durch die Synthese verschiedener Methoden. Im Museum sind heute nur sehr selten verwendete Fischerwerkzeuge und verschiedene Geräte zu sehen. Man kann sie auf Fotos und in Diorahmen betrachten, oder wenn sie gerade benutzt werden.
Die Fotos vom Ethnographen und Fotokünstler László Kunkovács zeigen uns an den Wänden, wie man die einzelnen Werkzeuge verwenden kann. Der Fotokünstler ging von den 70er Jahren an von Fischerfamilien zu Fischerfamilien, bereiste das Gebiet Szigetköz bis zur Berettyó, und er hielt mit seiner Kamera Fischfangmethoden fest, die auch heute noch gebräuchlich sind. Die von László Kunkovács mit künstlerischer Präzisität komponierten Fotos halten diese Lebensform, die allmählich verschwindet, in einer einzigartiger Weise fest.
Der Fisch und die Liebe zur Fischerei gab unseren Künstlern immer wieder neue Inspirationen. Der Holzschnitzler Ottó Szabó schnitzte z.B.: die Abbildungen von Herman Ottós Buch: Das Buch der ungarischen Fischerei wunderschön auf Holztafeln. Man im Museum auch eine besondere Keramiksammlung zum Thema Fischerei besichtigen. Das Material der Ausstellung ist von Frau Sándor Banga, einer Volkskünstlerin in Hódmezõvásárhely fertig gestellt worden.
Inmitten im Ausstellungsraum zeigt uns eine extra für diesen Zweck zusammengestellte Serie von Tableaus die wertvollen botanischen Raritäten des Naturschutzgebiets, die Fotos der Tierwelt und darunter auch die der unter besonderem Schutz stehenden Vogelarten. 
In unmittelbarer Nähe des Museums, unter freiem Himmel werden die Boote, die unentbehrlichen Gegenstände der Fischerei präsentiert. Da liegt auch ein kleiner Teich (ein Viertel ha), wo man die Schaufischerei praktizieren kann. Auf der in den Teich hineinreichenden Halbinsel steht eine wiederhergestellte Hütte aus der Zeit der Landnahme, um zu zeigen, wie und unter welchen Umständen unsere Vorfahren gelebt hatten.
Wenn man das zur Schilfhütte gebundene Boot, das rauschende Schilf, die ins Wasser hineintauchenden Weiden oder die Karpfen sieht, wie sie den schimmernden Wasserspiegel spalten und aus dem Wasser faul springen, ist es einem zu Mute, als ob man in längst vergangene Jahrhundertezurückversetzt worden wäre, in Zeiten, wenn der Mensch, der bei Sárvíz und in seiner wunderbaren Welt lebte, hier noch Schutz und Nahrung fand.
Schilfschule:
Wir zeigen aber nicht nur die Gegenstände der Vergangenheit, sondern wir haben hier an die nächste Generation gedacht auch eine so genannte Schilfschule aufgebaut, in der die Schüler sowohl Flora und Fauna als auch das Öko-System des Naturschutzgebietes kennen lernen können. Wir haben hier einen kleinen Teich gebaut, wo man die hier lebenden Fischarten in nächster Nähe beobachten kann.
Fischrestaurant:
Restaurant gibt es Plätze für 40, im Gartenlokal hingegen für 70 Gäste. Es besteht die Möglichkeit, Programme unter freiem Himmel zu organisieren, zu kochen und zu backen, Der ehemalige Wasserturm des Meierhofs, die Wagner- und Schmiedwerkstätte wurden durch die Erneuerung der originalen Holzdeckenkonstruktion zu einem Fischrestaurant umgewandelt. die Möbel sind von in Eichen geschnitzten Szenen aus der Wasserwelt geschmückt. An den Wänden hängen neben Bilder über lengendäre Hausenfänge alter Zeiten auch Fischerreliquien und eine wunderschöne Tellersammlung zu Thema Fischerei. Das Gartenlokal ist von einer Mauer umgeben, an der eine Sammlung volkstümlicher Werkzeuge der Umgebung hängt. Der Bauernofen, der Kesselständer und der Weinkeller sind hier keine Kulissen. Der Gast kann nicht nur seinen Geist, sondern auch seinen Körper mit dem im Kessel gekochten Fisch, der Gabe des Wassers ernähren, den berühmten Wein von Simontornya probieren. In unserem Fischrestaurant, in unserem Gartenlokal und auf der Caféterrasse können kleinere Freundeskreise, Einzelinteressenten und auch die Teilnehmer vo
n Clubreisen im ganzen Jahr und in einem wunderschönen Ambiente unsere Fisch- und Wildspezialitäten probieren. Veranstaltungen, Zusammenkünfte von Freundeskreisen, Hochzeiten, Abituriententreffen, all das kann hier auf höchstem Niveau organisiert werden. In unserem ganz bis zu 500 Personen. Bei der Sommerhitze fällt es einem gut, im Weinkeller der Tscharde einen Besuch abzustatten, wo kleine Gruppen ungarische Qualitätsweine mit Führung eines Experten probieren können. 










